Das Jahr 2026 bringt für Autofahrer und Pendler in Deutschland weitreichende Änderungen – von digitalem Komfort bis hin zu höheren Kosten an der Zapfsäule. Hier ist der kompakte Überblick über die wichtigsten Neuerungen im Verkehrsrecht.

1. Digitalisierung: Der Führerschein fürs Smartphone

Ein Highlight für Technikfans: Voraussichtlich ab Ende 2026 soll der digitale Führerschein in Deutschland verfügbar sein.

  • Was sich ändert: Sie können ihre Fahrerlaubnis bequem über das Smartphone nachweisen, beispielsweise via EUDI-Wallet.
  • Wichtig: Das digitale Dokument ersetzt die Plastikkarte im Inland nicht dauerhaft, sondern dient als ergänzender Nachweis.

2. Finanzielle Entlastung: Höhere Pendlerpauschale

Gute Nachrichten für Berufspendler: Die Entfernungspauschale wird zum 1. Januar 2026 vereinheitlicht.

  • Neuer Satz: Statt der bisherigen Staffelung (30 Cent bis zum 20. km, danach 38 Cent) gelten nun einheitlich 38 Cent ab dem ersten Kilometer.
  • Dies gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.

3. Sicherheit: Neue Pflicht-Assistenten für Neuwagen

Die EU verschärft die Sicherheitsvorgaben. Ab dem 7. Juli 2026 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit zusätzlichen Assistenzsystemen ausgestattet sein:

  • Pflichtsysteme: Dazu gehören unter anderem ein erweiterter Notbremsassistent, ein Müdigkeitswarner sowie ein Notfall-Spurhalteassistent.
  • NG-eCall: Neu typgenehmigte Pkw müssen zudem über das Notrufsystem der nächsten Generation verfügen.

4. Umwelt & Kosten: CO₂-Steuer und Versicherung

Das Autofahren wird in bestimmten Bereichen teurer:

  • CO₂-Preis: Der Anstieg der CO₂-Abgabe auf voraussichtlich 60 Euro pro Tonne führt zu höheren Kraftstoffpreisen (ca. +17 Cent/Liter Benzin, +19 Cent/Liter Diesel).
  • Kfz-Versicherung: Durch neue Typ- und Regionalklassen müssen sich rund 5,9 Millionen Autofahrer auf höhere Beiträge einstellen.

5. E-Scooter: Strengere Regeln geplant

Auch für die Mikromobilität gibt es Neuerungen. In einigen Städten könnten Miet-E-Scooter aufgrund von Sicherheitsbedenken sogar ganz verschwinden. Technisch werden Blinker für neue Modelle zunehmend zum Standard, um die Unfallgefahr beim Abbiegen zu senken.